Versicherungen und ihre Agenturen

Deutschland ist eine der Hochburgen der internationalen Versicherungswirtschaft. Und zwar deshalb, weil die Menschen sich und ihren erarbeiteten Wohlstand möglichst dauerhaft schützen wollen. Möglichst vor allem Unbilden der Natur, business-257872_640der Gesellschaft, der Wirtschaft. Man denke nur an das zwar in Deutschland umstrittene System der Krankenversicherung, über das sich andere Länder jedoch außerordentlich freuen würden. Denn beispielsweise in den USA hängt das Wohl und Wehe des derzeitigen Präsidenten davon ab, ob dieser es schafft, eine Krankenversicherung im Land durchzusetzen.

Dieses Wohlwollen, das die Deutschen den Versicherungen entgegenbringen, hat diese stark, reich und mächtig gemacht. Sie sind von normalen Versicherungsunternehmen zu international tätigen Finanzdienstleistern geworden. Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahrzehnten ein umfangreiches Netz an Versicherungsagenturen aufgebaut. Diese Versicherungsagenturen mit ihren freien oder angestellten Versicherungsmitarbeitern betreuen im Außendienst die Versicherungskunden. Gerade bei großen Versicherungsunternehmen sind diese Versicherungsagenturen jedoch in letzter Zeit immer mehr zu reinen Verwaltungszentren mutiert.

Die dort tätigen Mitarbeiter haben einerseits keine Zeit und mit unter kein Interesse, die Versicherten zuhause aufzusuchen, um deren persönliche Verhältnisse kennenzulernen.

Hier kommt der freie Versicherungsmakler ins Spiel

Neben den großen Unternehmen mit ihren Außendienstagenturen gibt es den eigenen Berufsstand des freiberuflichen Versicherungsmaklers. Diese sind nicht bei einer Versicherung fest angestellt, sie arbeiten auf eigene Rechnung als freie Mitarbeiter bei mehreren Unternehmen der Versicherungswirtschaft. Sie haben deshalb den entscheidenden Vorteil, dass sie aus einem umfangreichen Pool von Versicherungsunternehmen wählen können.

Dadurch sind sie nicht gezwungen, wie etwa Versicherungsagenturen, dem Versicherungsnehmer bei einer Versicherungsberatung nur die Produkte eines einzelnen Unternehmers anbieten zu müssen. So ist es beim Versicherungsmakler durchaus gang und gäbe, dass, wenn er seinen Mandanten berät, er ihm eine Versicherung von einem Unternehmen empfiehlt und eine andere Versicherung von einem anderen Unternehmen. Das kann der Versicherungsmakler jedoch nur tun, wenn er sich in die persönlichen Verhältnisse seines Mandanten eingearbeitet hat.

Die Ermittlung der persönlichen Verhältnisse des Versicherungsnehmers ist die Voraussetzung für eine fachgerechte Versicherungsberatung. Das wiederum setzt ein enormes Vertrauen voraus, dass der Mandant seinem Versicherungsmakler entgegenbringen muss. Denn Finanzen sind nun mal Privatsache, Vertrauenssache. Um dieses Vertrauen erlangen zu können, muss der Vermittlungsmakler nicht nur Seriosität an den Tag legen, er muss Sympathie erringen können, zuhören können, die richtigen Fragen stellen.

Daraus entsteht Mundpropaganda

Hat der Versicherte einmal persönliches Vertrauen zu einem freien Versicherungsmakler aufgebaut, wird dieses nicht so schnell vergehen. Durch dieses Vertrauen wiederum entsteht beim Mandanten Sicherheit, das Gefühl, zweckmäßig versichert zu sein. Mit diesem Gefühl wird er in seinem Umkreis davon berichten. Freunde, Bekannte und Verwandte werden so auf diesen Versicherungsmakler aufmerksam. Diese Mundpropaganda ist wertvoller als alles andere, was dem Makler widerfahren kann. Denn sie schafft ihm dauerhaft neue Kunden.